Produktmanagement

Scrum und andere Vorgehensmodelle betrachten hauptsächlich das „Wie“, sprich: die Art und Weise, in der ein Projekt durchgeführt werden soll. Der Projekterfolg ist aber primär abhängig davon, ob das Produkt, das in einem Projekt entwickelt wird, die Kundenanforderungen erfüllt. Deshalb kümmere ich mich in den Projekten immer auch um das „Was“, klassisch Produktmanagement oder Anforderungsmanagement genannt. In iterativ-inkrementellen Projekten werden auch die Anforderungen iterativ entwickelt. Die Liste ist dynamisch: ständig kommen neue Anforderungen hinzu, andere werden verändert oder gestrichen. Ausgehend von einer ersten Idee werden Anforderungen erst dann detailliert, wenn genügend gesicherte Erkenntnisse vorliegen und entschieden wurde, dass sie tatsächlich umgesetzt werden sollen. Die Priorisierung der Anforderungen stellt sicher, dass die wichtigsten Dinge zuerst behandelt werden. Das spart Zeit und Geld, verhindert end- und ergebnislose Diskussionen und schafft Produkte, die Kunden lieben.

Ich habe in meinem Berufsleben zweimal die Chance gehabt, ein Produkt von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme und darüber hinaus prägend zu begleiten. Die gesammelten Erfahrungen gebe ich gerne als Coach an andere Produktmanager weiter.

Ein Produktkarton: So kann man die Vision eines neuen Produkts entwickeln und diese später für das Produktentwicklungsteam allezeit sichtbar im Projektraum platzieren. Die Abbildung entstammt meinem Beitrag zum Buch „Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban – Erfahrungsberichte aus der Praxis„.