Interview mit Johannes Link zur Geschichte der XP Days Germany

Auf den XP Days 2010 in Hamburg konnte ich Johannes Link dafür gewinnen, in einem Interview die zehnjährige Geschichte der XP Days Germany Revue passieren zu lassen. Johannes erzählt von den Veränderungen im Review-Prozess, den Unterschieden zu anderen Konferenzen und den vielen Überraschungen, die jede XP-Days-Konferenz auch für einen alten Hasen wie ihn bereithält. Weiterlesen

Was uns ein Granatapfelsaftverkäufer über die Macht des Storytelling verrät

In meiner „Geschichtenschmiede“ auf den XP Days Germany 2010 hatte ich eine Lanze für das erzählerische Denken gebrochen. Erzählungen sind holistisch. Sie stellen Zusammenhänge zwischen Fakten, Emotionen, Rahmenbedingungen, Einstellungen, Handlungsweisen etc. her. Geschichten eröffnen Möglichkeiten. Damit gehen sie weit über die Fakten, Daten und Theorien und deren Zusammenhänge hinaus, auf denen das argumentative Denken gründet. Beide Denkweisen ergänzen einander. In Unternehmen dominiert meist das argumentative Denken. Aber es geht auch anders. Den Beweis tritt ausgerechnet ein Wirtschaftsmagazin an. Weiterlesen

XP Days Germany 2010: Tolle Tage in Hamburg

Nicht nur die Karnevalisten haben ihre drei tollen Tage, sondern auch die agile Community. Deren Karneval heißt „XP Days Germany“ und fand in diesem Jahr turnusmäßig in Hamburg statt. Die Veranstalter hatten die altehrwürdigen Räume der Handwerkskammer als Veranstaltungsort auserkoren – ein passender Rahmen, ging es doch unter dem Motto „All about Agile“ auch um die handwerklichen Aspekte der Softwareentwicklung.  Weiterlesen

Die Geschichtenschmiede: Starke Stories im Unternehmenseinsatz

Wenn wir im beruflichen Umfeld überzeugen wollen, dann tun wir dies fast ausschließlich mit Daten, Zahlen und Fakten. Dabei kennen wir alle aus unserer Kindheit die Kraft, die in erzählten Geschichten steckt. Dieses Potenzial lässt sich auch in Unternehmen nutzen, um Kunden und Mitarbeiter zu überzeugen, Ideen zu vermitteln und Produkte zu kreieren. Weiterlesen

Geschichten vom Scrum

In der agilen Literatur ist es fast wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter einer Firma zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten in vielen kleinen Schritten herzustellen – bei ständiger Zufriedenheit des Kunden. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, und alles wird gut. In der Praxis kann man froh sein, wenn man zu Projektbeginn überhaupt ein Team hat. Die Besten darf man höchstens ab und zu als Experten zu Rate ziehen. Dafür findet man die gesamte Bandbreite an Charaktereigenschaften vor: Prinzen – heimliche Anführer unter Gleichen; Ritter in goldener Rüstung – ohne sie läuft nichts, sie schlagen den Weg frei; Hexen, die das Projekt torpedieren. Und viele weitere sonderbare Gestalten. Lassen Sie sich verzaubern und erleben Sie, wie mit Hilfe eines Einhorns aus dem wunderbaren Land Scrum aus diesen Individuen ein schlagkräftiges Team geformt werden kann.

Mehr Informationen unter www.scrum-geschichten.de

Die Geschichte lebt

Wie gut, dass ich abends meinen Kindern immer noch eine Geschichte vorlesen darf, obwohl sie längst selber lesen können. In letzter Zeit nehmen wir uns Klassiker meiner Kindheit vor. Neulich sorgten Max von der Grüns „Vorstadtkrokodile“ für Spannung. Und jetzt begleiten wir Emil Tischbein und die Detektive bei deren Abenteuern durch Berlin. Im Vorwort zu Erich Kästners erstem Kinderbuch fand ich das folgende Zitat, das recht gut zum Thema Storytelling passt:

Eine Geschichte, ein Roman, ein Märchen – diese Dinge gleichen den Lebewesen, und vielleicht sind es sogar welche. Sie haben ihren Kopf, ihre Beine, ihren Blutkreislauf und ihren Anzug wie richtige Menschen. Und wenn ihnen die Nase im Gesicht fehlt oder wenn sie zwei verschiedene Schuhe anhaben, merkt man es bei genauem Zusehen.

(Erich Kästner, „Emil und die Detektive“)

Schöner kann man nicht beschreiben, dass eine gute Geschichte ordentlich aufgebaut sein muss, im übertragenen Sinne also Hand und Fuß haben muss, um als schlüssig und interessant wahrgenommen zu werden.

Was uns die Geschichte lehrt

„Storytelling“ – haben Sie den Begriff in Ihrem Projekt auch schon mal gehört? Was soll das bedeuten? Wörtlich übersetzt: Geschichtenerzählen. Aber was hat das mit Projektmanagement zu tun? Zunächst einmal nichts. Jedenfalls nichts, was spezifisch für Projekte wäre. Es ist vielmehr so, dass man die Kraft von Geschichten, die diese in anderen Lebensbereichen seit jeher entfalten, jetzt auch für die Geschäftswelt zu nutzen gelernt hat.

Business Technology Magazin, Schwerpunktthema „Agilität“