Holger Koschek

HolgerAm Tag meiner Geburt betrat zum ersten Mal ein Mensch den Mond. Die Mondlandung zählt unbestritten zu den großen Momenten der Menschheit.

Mich prägt dieses Ereignis bis heute. Einst fragte ich mich, was es braucht, um ein solches Projekt zu planen und durchzuführen. Je länger ich mich mit agilen Methoden beschäftigte, desto mehr Parallelen entdeckte ich.

 

Visionär

1961 sagte der damalige US-Präsident John F. Kennedy in einer Rede vor dem Kongress:

„I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth.“

Mit dieser Vision vor Augen gelang es einem interdisziplinären Team von Raumfahrttechnikern, Ingenieuren, Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, Air-Force-Piloten und anderen Experten, alles Notwendige zu tun, um die Mondlandung und die sichere Rückkehr zur Erde wahr werden zu lassen. Ich habe daraus gelernt, dass man mit einer starken Vision viel erreichen kann. Deshalb achte ich in meinen Projekten darauf, dass alle Beteiligten wissen, wofür sie arbeiten.

Fortschrittlich und innovativ

Ein solches Projekt wäre nie realisiert worden, wenn man sich allein auf die etablierten Theorien und Konzepte verlassen hätte. Wer einmal ein Interview mit Mitgliedern der Apollo-11-Mission gehört hat, der ahnt, wie viel dort experimentiert wurde. Viele dieser Experimente haben den entscheidenden Fortschritt herbeigeführt. Besonders deutlich wurde dies bei der Apollo-13-Mission, die zwar ihr Ziel (Mondlandung) nicht erreichte, dafür aber alle Astronauten heil wieder zur Erde zurückbrachte, weil die Crew gemeinsam mit den Ingenieuren auf der Erde improvisierte. So wurde mit viel Erfindungsreichtum aus Bordmitteln ein Adapter für das Luftreinigungssystem gebastelt.

Ergebnisorientiert

Die bahnbrechende Errungenschaften der Apollo-11-Mission wirken bis heute nach. Und die beinahe missglückte Apollo-13-Mission zeigt, wie wichtig es ist, alle mit der Vision verbundenen Ziele im Auge zu behalten. Wenn eines der Ziele nicht mehr erreichbar ist, so dürfen andere Ziele deshalb nicht aufgegeben werden. Diese Tugenden vertrete ich auch in Projekten und Organisationen. Sonst, so meine Überzeugung, gibt es keinen Fortschritt.

Agil

Ein Wertesystem, das diese Art von Fortschritt möglich macht, habe ich im Agilen Manifest gefunden. Deshalb engagiere ich mich für die Verbreitung von Lean, Scrum und Kanban – Geisteshaltung und Werkzeugkasten für dynamikrobuste Projekte und Organisationen. Ich bin Certified Scrum Master und habe die Erfahrungen aus vielen agilen Projekten in Vorträgen, Fachartikeln und Büchern verarbeitet. Außerdem vermittele ich das agile Wissen gerne in Trainings. Kontinuierliches Lernen ist für mich selbstverständlich.

Marketing

Meine Publikationen sind die Essenz meiner Erfahrungen. Um sie medial interessant zu gestalten, bin ich oft neue Wege gegangen. So wählte ich für die Geschichten vom Scrum die Märchenform. Im IT-Bereich bin ich ein Pionier des Vortragsstils Pecha Kucha. Ohne ein gutes Marketing bleibt die beste Idee unentdeckt. Auch die Mondlandung wurde – gemessen an den damaligen Möglichkeiten – medial perfekt aufbereitet. Die Live-Übertragung aus dem Kontrollzentrum in Houston: 1969 eine technischer Kraftakt – der sich ausgezahlt hat.

Berater. Trainer. Coach.

Mein beruflicher Werdegang als Informatiker, der sich immer als Mittler zwischen Fach- und IT-Welt verstand, hat mich zu einem ganzheitlich denkenden und arbeitenden Berater, Trainer und Coach reifen lassen, der Menschen und Technik zielführend zusammenbringt.

Global

Übrigens: die Mondlandung zeigt auch, wie wichtig in einer globalisierten Welt der Kontext ist: die Amerikaner feiern die Mondlandung am 20. Juli, wir Europäer hingegen am 21. Juli – und beide haben recht.