Softwaretechnik

Ich bin einer der wenigen Diplom-Informatiker mit den Abitur-Leistungskursen Deutsch und Biologie. Ein Nachteil? Mitnichten!

Schon zu Beginn meiner Berufslaufbahn habe ich die Nähe zu den Kunden gesucht – schließlich sind sie es, für die wir Software bauen. Dabei musste ich immer wieder vermitteln und dolmetschen, weil die Fachbereiche eine andere Sprache sprechen als die IT-Abteilung. Auf diese Weise habe ich gelernt, gut zuzuhören, viel Wert auf eine gemeinsames Begriffsverständnis zu legen und zu ergründen, was die wahren Bedürfnisse der Kunden sind.

Interdisziplinäre Teams: Der wesentliche Erfolgsfaktor moderne Produktentwicklung

Als später Extreme Programming (XP), Scrum & Co. ihren Siegeszug antraten, war ich nicht überrascht, sondern fühlte mich bestätigt. Besonders die Idee von interdisziplinären Teams hat mich überzeugt: Anstatt Fachexperten und Softwaretechniker getrennt voneinander arbeiten zu lassen, waren in den neuen Produktentwicklungsteams alle Disziplinen vertreten, die erforderlich sind, um ein gutes Produkt zu bauen. Auch in diesen Teams war wieder Empathie sowie Klarheit und Transparenz gefragt – Eigenschaften, die ich mir ja bereits zuvor erarbeitet hatte. Insbesondere im Umgang mit den Softwareentwicklern hat mir mein „Stallgeruch“ geholfen, weil ich als Informatiker ein Verständnis für die Notwendigkeiten und Rahmenbedingungen der Softwareentwicklung aus eigener Erfahrung kenne. Ich war insbesondere zu Beginn meiner Laufbahn und auch später noch als Softwareentwickler aktiv an Softwareprodukten beteiligt. Davon zeugen auch meine „Frühwerke“ zu Unternehmensportalen und Enterprise JavaBeans.