Prinzen und Aschenputtel: Anatomie eines Scrum-Teams

In der agilen Literatur ist es fast wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter einer Firma zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten in vielen kleinen Schritten herzustellen – bei ständiger Zufriedenheit des Kunden. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, und alles wird gut. In der Praxis kann man froh sein, wenn man zu Projektbeginn überhaupt ein Team hat. Die Besten darf man höchstens ab und zu als Experten zu Rate ziehen. Dafür findet man die gesamte Bandbreite an Charaktereigenschaften vor: Prinzen – heimliche Anführer unter Gleichen; Ritter in goldener Rüstung – ohne sie läuft nichts, sie schlagen den Weg frei; das tapfere Schneiderlein – mit ihm ist man gut (?) beraten; Aschenputtel – das tiefe stille Wasser. Und viele weitere sonderbare Gestalten.

Lassen Sie sich verzaubern und erleben Sie, wie mit Hilfe eines Einhorns aus dem wunderbaren Land Scrum aus diesen Individuen ein schlagkräftiges Team geformt werden kann.

Surfin’ Zombies

Gestern wollte ich nur kurz bei der Hochzeitsfeier eines Feuerwehrkameraden vorbeischauen. Das wäre beinahe in die Hose gegangen – das “kurz vorbeischauen”, meine ich. Fesselnd waren neben der tollen Atmosphäre in Wedels Villa und der Gästeliste vor allem die Typhoons – “Schulaus Finest Surfband”. Bei deren Musik wähnte man sich nicht mehr vor den Toren Hamburgs, sondern irgendwo dort, wo mächtiger Surf die Küste in ein Wellenreiterparadies verwandelt. Mindestens Sylt, wenn nicht gar Bondi Beach oder Hawaii. Man konnte förmlich das Wachs auf den Brettern riechen… Aber dann dachte ich an den Samstagmorgen, an meine Kinder und an mein Projekt – und bin ganz brav nach Hause gefahren. Dem Internet sei dank, dass man sich den Groove des gestrigen Abends aus der Konserve holen kann. Ist zwar nicht dasselbe wie der Live-Eindruck, aber immerhin besser als nix…