Zurück von der JAX

Am Mittwoch und Donnerstag war ich auf der JAX in Mainz. Der Mittwoch war durchwachsen. Mein persönliches Highlight: “Brückenbau: Wie passen BPMN und UML zusammen?” von Andrea Grass und Stefan Zörner. Die Abendvorträge konkurrierten mit dem DFB-Pokal-Halbfinale. Ich entschied mich für letzteres und wurde nicht enttäuscht.

Am Donnerstag habe ich mich auf die Vorträge des SOA & BPM Day konzentriert, in dessen Rahmen wir auch unseren Vortrag “Königskinder” gehalten haben. In den Genuss der guten Vorträge kamen leider nur wenige JAX-Besucher. Waren es am Morgen noch ca. 50 BPM-Interessierte, so ebbte das Interesse im Laufe des Tages ab. Schade! Da muss man sich wohl oder übel die Frage stellen, ob eine technisch orientierte Konferenz wie die JAX für das Thema BPM die geeignete Plattform ist.

Mit unserem Vortrag waren Jo und ich ganz zufrieden. Spontaner Wunsch einiger Zuhörer: Weniger Grundlagen und mehr Details über die Königskinder BPMS und BRMS. Das werden wir beim nächsten Mal beherzigen. Froh waren wir, dass unsere Gesangseinlage fehlerfrei über die Bühne ging und beim Publikum gut ankam.

Königskinder: Wie Business Process Engine und Rule Engine zusammenfinden

«Sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief» – so heißt es im Lied von den zwei Königskindern. Mit der Integration von Business Process Engines und Rule Engines scheint es sich ähnlich zu verhalten. Obwohl beide Systeme einander ideal ergänzen, gestaltet sich die Zusammenführung mitunter schwierig. Dieser Vortrag sortiert die Begriffswelten und diskutiert Integrationsmuster für verschiedene Anwendungsfälle – Happy End inklusive.

Hamburger Scrumtisch, Sprint 2

Heute fand der zweite Scrumtisch bei bestem Hamburger Wetter (Sonne und eine frische Brise) statt. Das neue Format, eine Kombination aus vorbereitetem Vortrag und Open Space, fand die ungeteilte Zustimmung der ca. 23 Teilnehmenden.

Was habe ich gelernt bzw. bestätigt bekommen?

  • Agile Festpreisprojekte können funktionieren, wenn man das Festpreis-Spiel konsequent (und manchmal auch unnachgiebig) spielt. Ein anderer Erfolg versprechender Ansatz ist das Abschließen eines Rahmenvertrags, in dem für einzelne Gewerke (z.B. für jeden Sprint) eine Tranche abgerufen wird.
  • Es ist schwierig, den agilen Werkzeugkasten im Team zu etablieren. Es ist aber noch ungleich schwieriger, die agilen Werte zu vermitteln und eine Kultur zu prägen, die auf Vertrauen und Verantwortung aufbaut.
  • Für die Berücksichtigung nichtfunktionaler Anforderungen gibt es leider keinen Königsweg. Es ist wichtig, diese Klasse von Anforderungen frühzeitig zu formulieren und zu priorisieren. Erst dann kann man fundiert entscheiden, wann welche Anforderung aus fachlichen oder technischen Gründen benötigt wird.

Die offene und ehrliche Atmosphäre, in der diese Themen diskutiert wurden, macht den Reiz dieser Veranstaltung aus und steigert die Vorfreude auf den nächsten Stammtisch (für den übrigens noch ein geeigneter Raum gesucht wird).