SpiderOak in Aktion

Ich hatte mal versprochen, über meine Erfahrungen mit der Datenaustausch- und Datensicherungsplattform SpiderOak zu berichten. Das ist mittlerweile fünf Monate her. Jetzt habe ich den ersten Anwendungsfall für mich gefunden.

Der Vorteil von SpiderOak gegenüber ähnlichen Diensten wie DropBox ist das Sicherheitskonzept: Alle Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert und können nur vom Besitzer entschlüsselt werden. Das bedeutet, dass nicht einmal SpiderOak selbst auf die dort gespeicherten Daten zugreifen kann. Deshalb empfiehlt selbst Edward Snowden SpiderOak.

Schon bevor es solche (hoffentlich) sicheren Datensafes gab, habe ich mir stets Gedanken  darüber gemacht, wo ich welche Daten ablege:

  • In meinen Dropbox-Ordnern liegen nur Daten, die ohnehin öffentlich verfügbar sind (z.B. Fotos, die ich auf Webseiten veröffentliche) oder die einen geringen Schutzbedarf haben.
  • Das „Management Y„-Autorenteam hat für den Austausch der Dokumente und Informationen Google Drive genutzt. Wer Zugriff auf diese Datenablage hat, der kann unsere Texte klauen. Das lässt sich aber auch dadurch erreichen, dass man das Buch einspannt und durch ein OCR-Programm jagt.
  • In Evernote sammle ich Zitate, Zusammenfassungen von gelesenen Büchern oder Notizen zu Vorträgen – allesamt keine Geheimnisse

Kundendaten liegen nur auf meine Laptop und werden so bald wie möglich (sprich: wenn nicht mehr täglich benötigt) auf einen sicheren Datenträger verschoben (nicht kopiert!). Dasselbe habe ich bisher mit meinen Vortragsfolien getan. Und dann kam die OOP.

Auf der diesjährigen OOP sollte ich meinen Vortrag „Agile Organisation? Warum?“ halten. Aber dann fielen krankheitsbedingt einige Sessions aus. Deshalb fragte mich Martin Heider, ob ich spontan gemeinsam mit Ihm das Spiel „Fearless Journey“ moderieren möchte. Wer kann da schon „Nein“ sagen. Ob ich nicht auch einen Pecha-Kucha-Vortrag beisteuern wolle, fragte Martin weiter. Nun konnte ich zwar einen solchen Kurzvortrag aus der virtuellen (Dropbox-)Schublade ziehen („Die Feuerwehr – ein agiles Team?„, hatte dort aber nur die Vortragsfolien abgelegt. Mir fehlten meine Notizen. Ich habe mir den Text für diesen exakt 6 Minuten und 40 Sekunden dauernden Vortrag dann zwar aus dem Langzeitgedächtnis hervorkramen können, aber entspannter wäre es gewesen, wenn ich meine Notizen gehabt hätte. Deshalb liegen meine Vorträge, die ich auch zukünftig spontan halten können möchte, seit heute in meinem SpiderOak Hive. Zugegeben: immer noch kein Anwendungsfall mit hohem Datenschutzbedürfnis, aber immerhin ein Anfang…